482 Mal Kiel oben

Wir behalten trotzdem den Kopf über Wasser

 

Am Samstag, den 17. März war es wieder so weit. 20 Mitglieder unseres Clubs trafen sich im Offheimer Schwimmbad, um beim alljährlichen Rollmopspokal den Vereinssieger des Eskimotierens zu küren und die Wintersaison damit offiziell zu beenden. Es galt in einer Minute so viele Eskimorollen wie möglich zu schaffen – eine Kombination aus Kraft, Konzentration sowie Durchhaltevermögen.

 

Die Teilnehmer starteten in verschiedenen Disziplinen – mit und ohne Paddel in den Altersklassen: Schüler, Junioren sowie Damen/Herren. Außerdem wurde sich dieses Jahr erstmalig in der Kategorie Rollen mit Schwimmbrett gemessen.

 Letzte Hinweise vor dem Start

Die jüngsten vier Teilnehmer starteten in der eigens für sie entwickelten Gruppe: Rollen mit Schwimmbrett.

Hierbei belegte Lasse Ahrendt den 2. Platz mit 10 Rollen. Dicht gefolgt von Joel Stambke (9 Rollen). Jano Josef drehte sich und sein Kajak auf Platz 4 mit zwei Rollen und Phyllis Göbel schaffte den Sprung als einziges Mädchen auf Platz 1 mit 16 Rollen.

 

In der Kategorie Schüler, Eskimorollen mit Paddel, gingen zwei Jungen an den Start. Hier erreichte Liam Bruns den 1. Platz mit 18 Rollen. Der 2. Platz wurde von Philipp Barthel mit 14 Umdrehungen belegt. Beide Jungen wagten sich auch im Durchgang ohne Paddel in die Boote. Hierbei gelangen Philipp 18 Rollen. Dicht hinter Liam, der auch hier mit 21 Rollen die Nase vorn hatte.

 Liam Bruns

Bei den Juniorinnen startete mit Leonie Göbel diesmal leider nur ein Mädchen. Sie schaffte es in einer Minute 23 Mal mit Paddel zu eskimotieren. Ohne Paddel gelangen ihr mit ihrem Kajak 24 Umdrehungen.

 Leonie Göbel

Im nächsten Lauf kletterten bei den Junioren drei Jungen in die Boote. Hierbei wurden mit Philip Josef und Joris Bruns gleich zwei 1. Plätze gekürt. Ihnen gelangen jeweils 24 Paddelrollen. Dritter wurde Linus Schütte, nachdem er sich zuvor 20 Mal gedreht hatte. Bei den Handrollen ging es anschließend zur Sache. Wie von der Tarantel gestochen, rollten die drei in Richtung Treppchen. Hierbei gelangen Linus 19 Drehungen. Joris wurde mit 20 Zweiter und Philip führte das Trio entschieden mit 5 Rollen Vorsprung an.

 

In der Kategorie der Frauen starteten ebenfalls drei Damen in der Disziplin mit Paddel. Christiane Tabor-Stambke rutsche dabei nur knapp am 2. Platz mit 9 Rollen vorbei, welcher von Miriam Bruns (10 Umdrehungen) belegt wurde. In dieser Gruppe konnte sich Heike Rühmer mit 12 Rollen als Siegerin küren lassen.

 Eberhard Schütz, der älteste Teilnehmer

Wie es nun einmal umgangssprachlich heißt, kommt das Beste immer zum Schluss. So boten die Ü18- Herren, als größte Startergruppe in der Disziplin mit Paddel dem Publikum einen spannenden Drei-Generationen-Schaukampf. Unser ältester Teilnehmer Eberhard Schütz (77 Jahre) zeigte, dass man auch im hohen Alter noch eskimotieren kann. Für jedes Lebensjahrzehnt schaffte er einmal Kiel oben und zurück und so gelangen ihm acht technisch einwandfreie Rollen. Mit zwei Rollen mehr belegte Andreas Schlegel Platz 7. Da sich Rainer Junghans-Göbel, Detelf Knopp und Stephan Pitsch gleich 13 Mal im Wasser gedreht hatten, fand sich das Trio auf dem 4. Platz wieder. Die Starter der drei Treppchenplätze kämpften ebenfalls bei den Handrollen um den Sieg, wobei Fabian Lenz in beiden Disziplinen die Nase vorn hatte. Mit Paddel schaffte Fabian ganze 32 Rollen. Ohne gelangen ihm fünf weniger. Holger Lenz und Clemens Josef tauschten jeweils die Platzierungen. So konnte Holger sich im Wettkampf mit Paddel über einen tollen 2. Platz (19 Drehungen) und beim Wettstreit ohne Paddel über den 3. Platz (5 Kenterrollen) freuen. Clemens belegte mit Paddel den 3. Platz (17 Rollen). Ihm gelang im Durchgang ohne Paddel der Sprung auf Platz 2, indem er 7 Mal eskimotierte.

 Fabian Lenz

Von Anfeuerungsrufen und lautem Klatschen begleitet, wurde die gute Stimmung schnell zum Ansporn vieler, ihre Vorgänger in einem freundschaftlichen Wettkampf zu toppen. Wie Clemens feststellte, ginge es bei den Jüngeren darum, so viele Eskimorollen wie möglich in einer Minute zu schaffen. Bei den Ü18-Herren jedoch würde man insgeheim nur darauf hoffen, einmal mehr als der Vorgänger zu rollen. Und obwohl manch einer mit der Luft zu kämpfen hatte, nach einer Minute waren alle stolz auf ihre erzielten Ergebnisse. Egal ob jung oder alt, jeder wurde bis zur letzten Sekunde lautstark beim Eskimotieren unterstützt, er oder sie solle noch eine Rolle machen, denn der Sportsgeist wurde schnell zu unserem besten Freund.

Die erfolgreichen Damen

Alle haben ihr Bestes gegeben und in den einzelnen Klassen wurden die ersten drei Plätze mit einer tollen Urkunde pro Kategorie belohnt.

 Die erfolgreichen Junioren

Der Wanderpokal, der seit dem Jahr 2013 existiert sowie ein Glas Rollmöpse gingen erneut an Fabian, welcher dieses Jahr sein Ergebnis von 32 Eskimorollen aus 2017 erneut halten konnte. Im Anschluss an eine kleine Feier im Aufenthaltsraum des Schwimmbades, die Elke Lenz ebenso wie das Wettkampfbüro organisiert hatte, konnten alle zufrieden und stolz auf ihre persönlichen Leistungen blicken und den Heimweg antreten, um sich schon auf das baldige Training auf der Lahn freuen.

Ein großer Dank gilt allen Trainern, die sich Samstag um Samstag ins Wasser gestellt hatten und somit die Basis für die erbrachten Leistungen schufen.

 

Text von Leonie Göbel


 

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